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Das Universum, der Straßenhändler und ich

Veröffentlicht am 08.07.2020

Liebe Leute,

mein letzter Blogeintrag ist nun schon einige Zeit her,- ich habe derzeit recht viele Projekte am Wickel und mir fehlt einfach die Zeit. Dabei gab und gibt es so viel zu erzählen, was ich mit euch teilen möchte. Da ich heute kurzfristig keine Termine im Hotel habe nutze ich die Zeit für einen kurzen Blogeintrag von einem heutigen Erlebnis.

Gestern Nachmittag, nach Massagen und Ergänzungsarbeiten an meinem Workbook (jaaa, ich habe ein Workbook geschrieben über 60 Seite zum "Wellness-Lebensstil für mehr Freude, Gesundheit und Lebensqualität") aber dazu ein andern mal, wenn ich mehr Zeit habe und es ganz fertig ist :-) habe ich mich hingesetzt und etwas gemalt, weil auch das zu meinen Entspannungsmethoden im Alltag gehört (früher konnte ich mal richtig gut malen- heute sieht es aus wie kindliche Malerei- aber egal,- es geht um den Sinn der Entspannung und nicht um das Werk. 

 

Gestern malte ich auf einer POSTKARTE das kleine "Sonnen-Werk" auf dem Bild unter diesem Artikel. Zu der Postkarte legte ich 3,- € für einen KAFFEE und hatte heute eigentlich vor den Briefumschlag irgendwo zu deponieren, damit irgendwer (es trifft immer die richtigen, wenn man die richtige Energie in den Umschlag mit verpackt ;-) diesen findet und sich darüber erfreuen und sich einen KAFFEE davon kaufen kann. Einfach so. Weil Schenken Freude bereitet :-) Ich habe mich schon immer mehr darüber gefreut anderen Menschen etwas zu schenken, als selbst etwas geschenkt zu bekommen- auch wenn ich mich darüber natürlich auch sehr freue. Kennt ihr das auch? Verschenkt ihr auch so gerne? Ich finde das großartig und auf diese Art und Weise habe ich es zu vor noch nie gemacht. Es kam aber anders, als ich es vorgesehen hatte.

Ich hatte mich heute mit einer Freundin in der Stadt verabredet. Wir aßen zu Mittag als ein Mann an unseren Tisch kam und fragte, ob wir einen Anhänger kaufen oder besser gesagt tauschen wollen- wir bekommen einen Neonanhänger, der im dunkeln leuchtet und er dafür einen KAFFEE. Wir verneinten und der Mann zog weiter an den nächsten Tisch. Ich ließ das ganze auf mich wirken. Es erinnerte mich an meine Kindertage, in denen ich oftmals (nicht nur zu Kindergeburtstagen) mit einen WC-Rolle loszog und diese "tauschen" wollte, gegen etwas anderes. Mein Ziel waren als Kind immer 50 Pfennig. Ich habe damals alle Dinge, die ich für die WC-Rolle bekommen habe, so lange wieder eingetauscht, bis mir irgendwer 50 Pfenning dafür gegeben hatte. Damals machte ich es aus Spaß an der Freude und war scheinbar nebenher schon immer ziel- oder gewinnorientiert unterwegs. So wie dieser Mann.  Nachdem diese Gedankengänge abgeschlossen waren fiel mir der Umschlag mit der POSTKARTE und den 3,- € ein, mit denen ich ja jemanden einen KAFFEE spendiere wollte. Ich bat den Mann nocheinmal zu uns zu kommen und sagte ihm, dass ich keinen Anhäger möchte, aber einen Umschlag für ihn hätte.  Er wollte ihn gleich öffnen, aber ich bat ihn das gerne zu Zuhause zu tun. Ich wollte jetzt kein "Danke" oder soetwas bekommen, weil ich halt "EINFACH SO" mal was verschenken wollte- ohne irgendeine Gegenleistung, auch kein Danke (hätte ich ja auch nicht bekommen, wenn ich i´den Umschlag irgendwo deponiert hätte).   Der Mann freute sich (und das wiederum erfreute mich :-) und erzählte uns, dass er mal Postbote gewesen sei, aber Postkarten damals nie gelesen hatte, denn "das darf man nicht" (Datenschutz) und er habe es auch niemals getan. Das war so schön zu hören. Es war ein ehrlicher und herzlicher Mann- das konnte ich schon sehen, als er bei uns das erste mal am Tisch war. Ich freute mich so sehr, dass so ein toller Mensch in den Besitz meiner Postkarte gekommen ist, den ich von Herzen gerne einen Kaffee spendiere! Das sind die kleinen Dinge, die mich und mein Herz erfüllen- anderen Menschen eine Freude bereiten. Niemals hätte ich gestern, als ich diese Postkarte gemalt habe, mit einer so tollen Begegnung gerechnet. Das Universum ist schon verrückt. Oder war es wieder ein Zufall, das ich gestern so eine Postkarte male, einen Kaffee verschenken möchte, das ganze heute Mittag einstecke und genau dann ein ehemaliger Postbote an unseren Tisch kommt, der einen Anhäger gegen eine Tasse KAFFEE tauschen möchte und erwähnt, dass er zu seiner Dienstzeit niemals POSTKARTEN gelesen hätte? Er konnte doch gar nicht wissen, das eine Postkarte in meinem Briefumschlag ist? Und warum hat er nicht wie sonst, wenn Menschen rumgehen und etwas verkaufen wollen, Geld verlangt, sondern einen Kaffee? Ich glaube ja schon lange nicht mehr an Zufälle. Ich erlebe die letzten Woche so verrückte Sachen, dass ich schon wieder ein kleines Buch schreiben könnte. Ich sag ja- mein Tag braucht 56 Stunden, damit ich zu all dem komme, was ich noch so vorhabe und um all mein Erlebtes zu Papier zu bringen.

Hast du auch schon verrückte Sachen mit dem Universum erlebt? Dann freue ich mich dich zu treffen oder mit dir zu telefonieren :-) Bis zum nächsten mal!

 

Achso- der Mann saß später in einem Restaurant gegenüber zusammen mit einem anderen auf ein Bierchen. Ich beobachtete die zwei und man konnte sehen- sie hatten sich grade erst kennengelernt -zuvor saß der andere Mann alleine dort. Der ehemalige Postbote hat also nicht nur ein gutes Herz, sondern auch heute noch einen tollen Job. Er macht worauf er Lust hat und lernt dabei viele Menschen kennen und manchen leistet er sogar Gesellschaft- wie schön! Ich hoffe ihn irgendwann mal wieder zu treffen und dann lade ich ihn auf ein Bierchen ein- einfach so, weil ich mich mal mit ihm unterhalten möchte. Er hat mich an Mallorca erinnert- -die Straßenkünstler,- die einfach das tun, was ihnen Freude bereitet, denen es egel ist, was andere von ihnen denken. Ihnen geht es mehr um den Kontakt, das Gespräch als um das Geld. Ich finde es schön, so etwas nun auch in Deutschland mit ganz anderen Augen als vorher zu sehen- dafür bin ich so dankbar! 

"Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben liebenswert und lebenswert machen"